Sauberkeitserziehung beim Hund


Im Zusammenleben mit einem Hund ist die Stubenreinheit essenziell, denn es ist ein absolutes No-Go, dass sich der Vierbeiner innerhalb der Wohnung erleichtert. Die Sauberkeitserziehung ist daher eines der zentralen Themen der Hundeerziehung und erfordert in der Regel kein professionelles Hundetraining. Man kann sich natürlich ein paar Tipps holen und im Bedarfsfall einen Hundetrainer konsultieren, aber grundsätzlich reicht es aus, einige grundlegende Dinge zu beachten.

Wer diesbezüglich mehr erfahren möchte, muss nicht zwingend eine Hundeschule besuchen oder diverse Hunderatgeber wälzen, sondern kann zunächst hier auf hundetrainer.info vorbeischauen. Im folgenden Artikel geht es um die Sauberkeitserziehung beim Hund.

So wird der Hund stubenrein

Grundsätzlich macht man es sich als Mensch zunutze, dass es der Natur des Hundes widerspricht, das eigene Lager zu verschmutzen. Nun ist es an dem Menschen, diese positive Veranlagung zu nutzen und eine konsequente Sauberkeitserziehung zu verfolgen. Diese sollte möglichst früh stattfinden, damit der Welpe bereits lernt, dass er sich nur außerhalb des Hauses erleichtern darf. Da junge Hunde noch nicht allzu lange einhalten können, muss man das Hundekind gut beobachten. Idealerweise schnappt man sich den Welpen sobald er erwacht und setzt ihn dann auf eine Wiese. Nun muss man geduldig warten, bis das Tier sein Geschäft verrichtet.

Überschwängliche Freude und viel Lob sollten darauf folgen und dem Welpen unmissverständlich zeigen, dass er alles richtig gemacht hat. Bald wird der Hund begreifen, dass er nur draußen machen darf, so dass der ideale Grundstein für die Stubenreinheit gelegt wurde. Nun kann man die Abstände allmählich ausdehnen und einen gewissen Rhythmus für die Spaziergänge entwickeln.

Obwohl Hunde unterschiedlich schnell stubenrein werden, sind sie zumeist im Alter von sechs bis acht Monaten sauber. Bei einem älteren Hund ist aber noch nichts verloren. So kann ein Hund in jedem Alter stubenrein werden, sofern man die Sauberkeitserziehung konsequent verfolgt. Dass es bei einem älteren Tier mitunter etwas länger dauert, kommt aber vor. Eine fehlende Stubenreinheit sollte aber kein Grund sein, keinen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren. Mit viel Liebe und Geduld wird das vierbeinige Familienmitglied schnell begreifen, was Stubenreinheit bedeutet.

Wie sollte man reagieren, wenn doch einmal ein Malheur passiert?

Dass ein Hund von Anfang an stubenrein ist, ist zwar sehr wünschenswert, aber nicht realistisch. Welpen müssen zunächst an die Stubenreinheit herangeführt werden und brauchen dabei viel Unterstützung. Selbst wenn es eigentlich schon ganz gut funktioniert, kann es hin und wieder Missgeschicke geben. Der Hund hat das Prinzip vielleicht doch noch nicht vollkommen verstanden, konnte nicht mehr einhalten oder der Mensch hat die eindeutigen Zeichen nicht wahrgenommen und zu spät reagiert.

Bestrafungen und lautes Schimpfen sind dann aber eher nicht angesagt und versetzen den Hund nur in Angst und Schrecken. Stattdessen muss man sich vor Augen führen, dass es zunächst immer mal wieder zu einem Malheur kommen kann. Ist der Mensch besonders aufmerksam und umsichtig, kann er das Risiko aber deutlich mindern und so zu einem raschen Erfolg des Sauberkeitstrainings beitragen.

Was kann man tun, wenn es mit der Stubenreinheit nicht klappen will?

Es kommt immer wieder vor, dass ein Hund, der stubenrein war, plötzlich wieder in die Wohnung macht. Auch junge Hunde können sich teilweise schwer tun und werden mitunter einfach nicht stubenrein. In einem solchen Fall sollten Halter besonders aufmerksam sein und gegebenenfalls einen Tierarzt aufsuchen.

Im Rahmen einer gründlichen Untersuchung lassen sich möglicherweise medizinische Ursachen finden, die für die Unsauberkeit des Hundes sorgen. Oftmals ist eine Unsauberkeit ein Zeichen für eine Erkrankung und sollte den Haltern somit eine Warnung sein. Möglicherweise gibt es aber auch eine psychische Ursache, die man durch gezieltes Training angehen kann.

Entscheidend ist, dass man die Unsauberkeit des eigenen Hundes nicht als Angriff auf sich selbst sieht, sondern hinter die Fassade blickt. Möglicherweise ist der Hund inkontinent oder kann das Alleinbleiben nicht ertragen. Eine umfassende Ursachenforschung ist somit essenziell, falls ein Hund trotz allen Trainings nicht stubenrein wird oder plötzlich nicht mehr stubenrein ist.

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