Wissenswertes ├╝ber Wachhunde


Viele Menschen w├╝nschen sich einen lieben und zutraulichen Hund, der einerseits keine Gefahr f├╝r die Allgemeinheit darstellt und andererseits zuverl├Ąssig auf sie aufpasst. Das Interesse an Wachhunden ist daher recht gro├č, w├Ąhrend zugleich eine gewisse Voreingenommenheit besteht. Hundefreunde wissen Wachhunde daher aufgrund ihres Wachtriebes zu sch├Ątzen und haben zugleich die Bef├╝rchtung, Hunde solcher Rassen k├Ânnten schnell bei├čen und folglich gef├Ąhrlich sein.

Unabh├Ąngig davon, ob es um einen Wachhund, H├╝tehund oder Jagdhund geht, sollten angehende Hundehalter/innen bedenken, dass die rassetypischen Eigenschaften nur einen Teil des Wesens des einzelnen Hundes ausmachen. Dessen individueller Charakter sowie die Erziehung sind weitere wichtige Faktoren, die die Pers├Ânlichkeit eines Hundes formen. Nichtsdestotrotz existieren einige Hunderassen, die f├╝r ein Dasein als Wachhund geradezu pr├Ądestiniert sind. Das bedeutet auch, dass sie selbst als Familienhunde einen deutlichen Wach- und Schutztrieb an den Tag legen k├Ânnen.

Wer sich einen Wachhund anschaffen m├Âchte, sollte wissen, worauf er sich damit einl├Ąsst. Im Folgenden finden Interessierte Wissenswertes ├╝ber Wachhunde.

Diese Hunderassen eignen sich besonders gut als Wachhunde

Grunds├Ątzlich hat jeder Hund einen gewissen Wach- und Schutztrieb und verf├╝gt somit ├╝ber Instinkte, die ihn dazu bringen, sich selbst und sein Rudel zu bewachen und zu besch├╝tzen. Die Auspr├Ągung dieses Verhaltens kann sehr unterschiedlich sein und h├Ąngt zu einem wesentlichen Teil von der rassetypischen Veranlagung ab.

F├╝r Hundefreunde ist es daher wichtig zu wissen, dass vor allem die folgenden Hunderassen gute Wachhunde abgeben:

  • Deutscher Sch├Ąferhund
  • Rottweiler
  • Dobermann
  • Schnauzer
  • Boxer
  • Spitz
  • Hovawart
  • Berner Sennenhund

Zudem spielt es eine Rolle, aus welcher Linie das Tier stammt. Wurden bereits die Vorfahren seit Generationen als Wachhunde gehalten, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch ihre Welpen sp├Ąter gute Wachhundeeigenschaften an den Tag legen werden. Es kann aber selbstverst├Ąndlich auch Ausrei├čer geben, weshalb stets auf die individuelle Pers├Ânlichkeit des einzelnen Hundes R├╝cksicht genommen werden muss.

Die verschiedenen Wachhundtypen

Wachhunde haben eine lange Tradition, denn bereits um das Jahr 2200 vor Christus sollen die Babylonier Hunde als Besch├╝tzer gehalten haben. Dabei soll es sich um Mastiffs gehandelt haben, die gezielt als Wachhunde gez├╝chtet wurden. Die Tiere zeichneten sich durch ein imposantes Erscheinungsbild sowie eine hohe Kampfbereitschaft aus. Im Laufe der Geschichte waren Wach- und Schutzhunde seither treue Begleiter des Menschen.

Im R├Âmischen Reich waren Wachhunde beispielsweise auch weit verbreitet. In der j├╝ngeren Vergangenheit entwickelten sich verschiedene Hunderassen, die besonders gut als Wach- und Schutzhunde geeignet sind.

Die Vielfalt an Hunderassen sorgt auch im Bereich der Wachhunde f├╝r eine gewisse Bandbreite. Im Laufe der Zeit sind verschiedene Wachhundtypen entstanden, die sich hinsichtlich ihres rassetypischen Verhaltens unterscheiden.

Viele Wachhunde bellen haupts├Ąchlich, w├Ąhrend einige Rassen schnell nach vorne gehen, um ihr Revier aktiv zu verteidigen. Grunds├Ątzlich ergeben sich f├╝r Wachhunde vor allem im Objektschutz erf├╝llende Aufgaben.

Vom klassischen Wachhund ist der Schutzhund grunds├Ątzlich abzugrenzen. Schutzhunde bewachen nicht, sondern werden dienstlich gef├╝hrt. Der Hundef├╝hrer leitet sie an und widmet sich gemeinsam mit seinem Vierbeiner dem Personenschutz oder dem Polizeidienst. Zudem gibt es noch die Kategorie der Herdenschutzhunde. Dabei handelt es sich um sehr eigenst├Ąndige Wachhunde, die gemeinsam mit einer Viehherde leben und diese bewachen und verteidigen.

Nicht nur die verschiedenen Rassen, sondern auch die unterschiedlichen Typen zeigen, dass Wachhund nicht gleich Wachhund ist. Dass es sich um Gebrauchshunde handelt, die eine Aufgabe und gute F├╝hrung brauchen, steht jedoch au├čer Frage.

Darauf kommt es bei der Haltung von Wachhunden als Familienhunde an

Dass ein Hund viel Wachtrieb mitbringt, macht ihn nicht untauglich f├╝r ein Leben als Familienhund. Viele Wachhunderassen sind ohnehin sehr menschenbezogen und brauchen Familienanschluss, um gl├╝cklich zu sein. Eine liebevolle und konsequente Hundeerziehung ist hier besonders wichtig, denn einerseits darf und soll der Hund durchaus aufpassen, andererseits darf er keine Gefahr darstellen und aggressiv sein.

Die Haltung eines Wachhundes als Familienhund kann somit zu einer Gratwanderung werden. Wenn der Hund liebevoll erzogen wurde und mit dem Familienleben aufgewachsen ist, bringt er jedoch beste Voraussetzungen mit.

Au├čerdem d├╝rfen Hundehalter/innen nicht vergessen, dass es sich um eine Gebrauchshunderasse handelt. Ausgewiesene Wachhunde, die ein Leben als Familienhunde f├╝hren, m├╝ssen sich anderweitig ausleben k├Ânnen und angemessen ausgelastet werden. Regelm├Ą├čiges Training sowie Hundesport sind gute Optionen.

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