Leinenführigkeits-Kurs


Kein Hund wird als perfekt erzogener Traumhund geboren. Hunde sind zwar sehr menschenbezogen und gewillt, ihrem Besitzer zu folgen, aber in der Kommunikation zwischen Mensch und Tier passieren immer wieder Fehler.

Ein heikles Thema ist dabei unter anderem die Leinenführigkeit. Dass ein Hund oftmals an der Leine ausgeführt werden muss, liegt in der Natur der Sache und lässt sich nicht vermeiden. Es ist daher wichtig, dass das Tier die Leinenführigkeit beherrscht. Andernfalls zerrt der Hund ständig, während jeder Spaziergang zu einem Spießrutenlauf wird. Wenn der Hund seinem Menschen nicht folgt, an der Leine zieht oder Aggressionen gegenüber Artgenossen zeigt, kann von einer entspannten Gassi-Runde keine Rede sein.

Neben der Stubenreinheit ist die Leinenführigkeit eines der wichtigsten Themen innerhalb der Grunderziehung eines Hundes. Online-Hundeschulen setzen daher vielfach auf Leinenführigkeits-Kurse, während klassische Hundeschulen Grunderziehungskurse offerieren, zu deren Basiskomponenten die Leinenführigkeit gehört.

Darum geht es in einem Leinenführigkeits-Kurs

Leinenführigkeits-Kurse zielen stets darauf ab, den Hund an die Leine zu gewöhnen und im beizubringen, an der lockeren Leine neben seinem Menschen zu gehen

. Hundetrainer/innen können dabei teilweise unterschiedliche Ansätze verfolgen, aber grundsätzlich haben sich hier die beiden folgenden Grundprinzipien etabliert:

    1. Sobald die Leine gespannt ist, wird der Spaziergang unterbrochen und der Mensch bleibt stehen, so dass auch der Hund nicht mehr weiter vorankommt. Gegebenenfalls kann dann auch ein Richtungswechsel vollzogen werden.
    2. Bei lockerer Leine gehen Mensch und Tier weiter und können so einen entspannten Spaziergang erleben.

Wie kann man einen Welpen an die Leine gewöhnen?

Welpen zeigen zumeist einen gewissen Folgetrieb und bleiben daher auch ohne Leine an der Seite ihres Besitzers. Nichtsdestotrotz darf es dieser auf keinen Fall versäumen, die Leinenführigkeit zu trainieren, denn diese ist essenziell für das gesamte weitere Hundeleben. Idealerweise lernt bereits der Welpe, an der Leine zu gehen. Zunächst kann man dies in der Wohnung üben, indem man den Hund anleint und dann an lockerer Leine zu sich lockt.

Die Distanz muss lediglich wenige Meter betragen. Nach ersten Erfolgen kann man dann die Übung beenden und zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen. Klappt die Leinenführigkeit drinnen schon ganz gut, kann man das Training nach draußen verlagern und dort unter erschwerten Bedingungen üben.

Warum sollten Hundehalter die Leinenführigkeit mit einem Hundetrainer üben?

Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, die Hundeerziehung in Eigenregie anzugehen und sich daran zu versuchen, dem Vierbeiner beizubringen, anständig an der Leine zu gehen. Wer hier zu nachlässig vorgeht, hat früher oder später einen wahren Leinen-Rambo an seiner Seite und muss mit diesem wahre Machtkämpfe austragen.

Fehler bei der Erziehung lassen sich zwar korrigieren, aber dies ist eine große Herausforderung und oftmals für Laien kaum zu bewerkstelligen. Damit die Beziehung zum Hund nicht dauerhaft leidet, sollte man einen Hundetrainer konsultieren. Dieser ist ein unbeteiligter Dritter und zugleich Experte für Hundeerziehung. Zunächst wird der Trainer die Leinenführigkeit beobachten und so eine Bestandsaufnahme machen.

In den folgenden Trainings geht es dann darum, dem Hund beizubringen, nicht an der Leine zu ziehen und seinem Menschen zu folgen. Jahrelange Erfahrungen und eine gute Beobachtungsgabe befähigen Hundetrainer dazu und geben ihnen die Kompetenz, etwaige Fehler des Menschen rasch aufzudecken und so zu eliminieren.

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