Zum Hundetrainer werden oder eine Hundeschule finden

Unzählige Hundehalter/innen aus aller Welt können bestätigen, dass der Hund der beste Freund des Menschen ist. Dass man an dieser Freundschaft arbeiten muss und das Zusammenleben von Mensch und Tier kein Selbstläufer ist, wird allerdings nur allzu oft vergessen. So schafft man sich vielleicht einen niedlichen Welpen an und stellt im Laufe der Zeit fest, dass sich das Tier nicht von selbst erzieht und durchaus einige Probleme machen kann.

Sind die Schwierigkeiten erst einmal da, besteht ein oftmals hoher Leidensdruck, durch den mitunter die Abgabe des Hundes im Raum steht. Ein Hundetrainer beziehungsweise eine Hundetrainerin kann hier helfen und nicht selten dafür sorgen, dass es doch noch klappt.

Als Hundehalter/in sollte man sich stets dessen bewusst sein, dass man die Verantwortung dafür trägt, dass das Zusammenleben funktioniert. In den meisten Fällen gehen Kommunikationsprobleme und Haltungsprobleme vom Menschen aus, während der Hund lediglich reagiert. Ist diese Reaktion aber nicht erwünscht, ist mitunter schnell von einem Problemhund die Rede. Wer dies in der eigenen Hundehaltung vermeiden möchte oder auch den Wunsch hat, anderen Hundehaltern zu helfen, sollte die Teilnahme an Hundetrainer-Kursen ins Auge fassen. Dabei muss aber einiges beachtet werden, weshalb vorab eingehende Recherchen anzustellen sind.

Hundetrainer/in – Beruf und Berufung

Zunächst sollte man wissen, dass Hundetrainer/in keine geschützte Berufsbezeichnung ist.

Es gibt demnach keine geregelte Ausbildung und auch kein einheitliches Berufsbild. Die meisten Hundetrainer/innen verstehen diese Tätigkeit ohnehin als Berufung und folgen so dem Bedürfnis, mit Hunden zu arbeiten. Dass dies durchaus ein Beruf sein kann und kein bloßes Hobby sein muss, zeigt sich immer wieder.

Tierarztpraxen und Hundeschulen sind vielversprechende Tätigkeitsbereiche für Hundetrainer/innen, die als versierte Hundeexperten auch im Tierschutz gebraucht werden.

All diejenigen, die ihrer Berufung folgen wollen und in dem Hundetraining ihre Erfüllung sehen, dürfen nicht vergessen, dass sich die Tätigkeit zwar um Hunde dreht, die eigentliche Arbeit aber darin besteht, den Menschen das Rüstzeug für die Hundeerziehung und -haltung zu vermitteln.

Hundetrainer trainieren also vorrangig Menschen, damit diese ihren Vierbeinern besser gerecht werden können. Man darf also keine falschen Erwartungen haben, denn ansonsten erlebt man eine herbe Enttäuschung. Außerdem sollte man wissen, dass Hundetrainer/innen in der Regel auf selbständiger Basis arbeiten. Dadurch genießen sie viele Freiheiten, haben aber auch keine Sicherheit in Form eines festen Jobs.


Hundetrainer/in werden – So geht’s

Besteht der Berufswunsch Hundetrainer/in, stellt sich unweigerlich die Frage, wie man Hundetrainer/in werden kann. Da es sich um keinen anerkannten Ausbildungsberuf handelt, existieren unterschiedlichste Karrierewege.

Rein theoretisch muss man gar keine Kurse absolvieren und kann sich einfach Hundetrainer/in nennen. Mittlerweile existiert allerdings eine Erlaubnispflicht für Hundetrainer/innen nach § 11 Tierschutzgesetz.

Diese Erlaubnis sollte allerdings nur als rudimentäre Mindestqualifikation betrachtet werden. Besser ist es, wenn Hundetrainer von der Tierärztekammer anerkannt werden oder zumindest über ein renommiertes Zertifikat beispielsweise der IHK verfügen.

Grundsätzlich sollten sich Interessierte an einer Laufbahn als Hundetrainer/in, Hundetherapeut/in oder Hundeverhaltensberater/in um eine fundierte Ausbildung bemühen.

Indem sie beispielsweise online recherchieren, stoßen sie auf verschiedene Anbieter, die unter anderem die folgenden Möglichkeiten einer Hundetrainer-Ausbildung bieten:

  • Vollzeitlehrgang
  • Workshops
  • Abendkurse
  • Seminare
  • Fernlehrgang

Unabhängig von der jeweiligen Lebenssituation lässt sich so die richtige Hundetrainer-Ausbildung finden, mit der man die Basis für eine entsprechende Tätigkeit schaffen kann. Aber auch diejenigen, die nicht als Hundetrainer/in arbeiten oder eine Hundeschule eröffnen wollen, können von solchen Qualifizierungsangeboten profitieren und sich selbst und ihrem Hund etwas Gutes tun.


Alternativen zur Hundetrainer-Ausbildung

Kurse zur Qualifizierung als Hundetrainer/in gibt es viele, so dass Interessierte mehr oder weniger die Qual der Wahl haben.

Gleichzeitig bietet es sich aber auch an, sich nicht zu früh festzulegen, denn auch eine Qualifizierung als Tierheilpraktiker/in, Tierpsychologe oder Katzentherapeut/in kann in Betracht kommen. In all diesen Fällen erlangt man allerdings keinen offiziell anerkannten Abschluss.

Wer genau darauf Wert legt, sollte vielleicht eher die folgenden Ausbildungsberufe im Blick haben:

  • Tiermedizinische/r Fachangestellte/r
  • Tierpfleger/in

Mitunter reichen aber auch ein paar Seminare rund um den Hund aus, um sich einzelnen Aspekten der Hundehaltung intensiver zu widmen.

Ansonsten kann man sogar Tiermedizin, Biologie oder ein ähnliches Fach studieren und auf diese Art und Weise einen akademischen Grad erlangen, der weit über ein einfaches Hundetrainer-Zertifikat hinausgeht.


Hundeschule oder Hundetrainer: Was ist besser?

Die Hundeerziehung darf nicht unterschätzt werden, denn diese schafft die Basis für ein harmonisches Zusammenleben für die nächsten Jahre. Damit Hund und Mensch zu einem echten Team werden, braucht es Liebe und Verständnis. Außerdem ist teils hartes Training angesagt.

All dies auf eigene Faust zu stemmen, ist keineswegs ausgeschlossen, aber dennoch eine enorme Herausforderung. Hundehalter sollten daher darüber nachdenken, zumindest die Grundausbildung ihres Vierbeiners in einem professionellen Rahmen anzugehen. Grundsätzlich haben sie dabei die Wahl zwischen einem privaten Hundetrainer und einer Hundeschule.

Da Hundeschulen und Hundetrainer gleichermaßen ihre Daseinsberechtigung haben, muss man genau abwägen, wie man sich entscheidet.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Hundeschulen an festen Standorten arbeiten und zu einem großen Teil auf Gruppentrainings und Spielstunden setzen. Im Gegensatz dazu ist ein Hundetrainer oftmals mobil und trainiert in Einzelstunden in der gewohnten Umgebung des Hundes. Ob nun ein privater Hundetrainer oder der Besuch einer Hundeschule die bessere Wahl ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt stets auf den jeweiligen Einzelfall an.

Hunde, die Beschäftigung brauchen oder Defizite im Bereich des Sozialverhaltens aufweisen, können von den Gruppentrainings in einer Hundeschule profitieren. Zudem kann der Halter mit Gleichgesinnten zusammenkommen und Kontakte knüpfen. Im Vergleich zu Einzelstunden ist das Training hier zudem günstiger. Im Gegensatz dazu kann Einzelunterricht bei einem privaten Hundetrainer deutlich besser auf den einzelnen Hund und dessen Halter eingehen.

Außerdem zeigen sich bestimmte Verhaltensweisen oftmals nur in der gewohnten Umgebung, während der Hund auf dem Hundeplatz wie ausgewechselt ist. In der Regel lassen sich die Termine mit einem privaten Hundetrainer flexibel abstimmen, während der Unterricht an der Hundeschule zu festen Zeiten stattfindet. Man muss also abwägen, mit welcher Variante man unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebensumstände die richtige Wahl trifft.

Hundetrainer.info – Das Online-Portal für angehende Hundetrainer/innen und Hundehalter/innen

Hunde sind eine echte Bereicherung, sorgen aber auch für so manche Herausforderungen.

Gezieltes Training und eine artgerechte Erziehung schaffen die Basis dafür, dass zwischen Mensch und Tier eine innige Beziehung entsteht und ein harmonisches Zusammenleben möglich ist.

Kurse für Hundetrainer/innen sowie interessierte Hundehalter/innen können hier behilflich sein, Hunde besser zu verstehen und angemessen mit ihnen zu kommunizieren. Als Halter muss man stets bedenken, dass der Mensch die Fäden in der Hand hält und der Hund von Natur aus gefallen möchte.

Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
4.7/514 ratings
© 2021 hundetrainer.info • ImpressumDatenschutzSitemap