Barf für Hunde


Immer mehr Hundehalter/innen barfen ihre Vierbeiner und wollen ihnen so ein besonders artgerechtes Leben ermöglichen. Zunächst stellt sich aber die Frage, worum es sich bei Barf für Hunde handelt. Dazu muss man die Bedeutung des Begriffs kennen und wissen, dass sich diese folgendermaßen auflösen lässt:

B – Biologisches
A – artgerechtes
R – rohes
F – Futter

Beim Barfen geht es folglich darum, den Hund mit rohem Futter zu ernähren, was der Natur am nächsten kommen soll. Halter/innen wollen die Gesundheit ihres Vierbeiners optimal fördern und nehmen daher Abstand von industriell gefertigtem Fertigfutter. Indem sie ihrem Hund ein individuelles Barf-Menü zusammenstellen, wissen sie ganz genau, was dieser frisst und bewahren ihn so vor unerwünschten Zusatzstoffen und Allergenen.

Vorsicht bei Barf in Eigenregie

Die Motivation, die hinter der Entscheidung für Barf als Hundeernährung steckt, ist allgemein groß, schließlich haben die Halter/innen nur die besten Absichten. Dabei darf man allerdings auch nicht vergessen, dass Hunde einen gewissen Nährstoffbedarf haben. Es kommt somit auf eine angemessene Zusammenstellung des Futters an, die eine Wissenschaft für sich sein kann. Dass beispielsweise Tierärzte im Studium fundierte Kenntnisse der Tierernährung und Futtermittelkunde erlangen, hat somit seinen Grund.

Als Laie kann man sich zwar vieles anlesen, sollte aber um die Gefahr einer Unterversorgung wissen. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sowie eine genaue Beobachtung des Hundes sind daher essenziell. Zugleich sollte man bereit sein, sich fundiertes Wissen anzueignen.

Barf-Kurse für interessierte Hundehalter/innen

Dass man beim Barfen des eigenen Hundes einiges falsch machen kann, steht außer Frage. Eine unzureichende Zusammenstellung sorgt dafür, dass dem Hund wichtige Nährstoffe fehlen. Kurzzeitig kann der Körper dies kompensieren, doch langfristig ergeben sich Defizite, die wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen können.

Aus diesem Grund sollten Menschen, die vom Barf-Konzept überzeugt sind, Rücksprache mit dem Tierarzt halten und sich zudem im Fachhandel eingehend beraten lassen. Oftmals sind Hundezüchter/innen große Verfechter/innen des Barf-Konzeptes und geben zumindest die Grundlagen an die Welpenkäufer/innen weiter.

Ratschläge und Tipps können einen Einstieg in die Welt des Barfens bieten, aber keine eigene Auseinandersetzung ersetzen. Wer ernsthaftes Interesse an einer Ernährung per Barf für den eigenen Hund hat, will es typischerweise ganz genau wissen und kann zu diesem Zweck Seminare, Workshops und auch Online-Kurse belegen.

Im Zuge dessen stehen beispielsweise die folgenden Inhalte auf dem Plan:

  • Grundlagen der Hundeernährung
  • Berechnung des Nährstoffbedarfs
  • Zusammenstellung einer Barf-Mahlzeit
  • Futterumstellung

Nach einem solchen Barf-Kurs sind Hundehalter/innen keine vollkommenen Laien mehr und können ihren Hund bewusster ernähren. Alles über Barf zu lernen, lohnt sich folglich und öffnet vielen Menschen die Augen. Selbst diejenigen, die ihrem Hund nur hin und wieder etwas Besonderes bieten und ihm eine Barf-Mahlzeit kredenzen wollen, kommen so auf ihre Kosten.

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