Anti-Jagd-Training


Der enorme Jagdtrieb des Hundes ist eines der größten Probleme in der modernen Hundehaltung, denn die wenigsten Menschen halten Hunde jagdlich. In den meisten Fällen ist der Jagdtrieb im alltäglichen Zusammenleben sehr störend und führt zu teils schwerwiegenden Problemen.

Mitunter kann der Vierbeiner nie abgeleint werden und muss stets an der Leine bleiben, denn sobald er Witterung aufnimmt oder eine potenzielle Beute erblickt, stellt er seine Ohren auf Durchzug und begibt sich auf die Jagd.

Unabhängig davon, ob man in der Stadt, auf dem Land oder im Wald unterwegs ist, kann ein unkontrolliert jagender Hund ein massives Problem sein. Unzählige Gefahren und Konflikte können damit einhergehen und dem Hundehalter den letzten Nerv rauben.

Ein effektives Anti-Jagd-Training ist vielen Menschen daher ein großes Anliegen und eines der zentralen Ziele in der Hundeerziehung.

Gezieltes Anti-Jagd-Training – So funktioniert es

Ein jagender Hund entzieht sich zeitweise der Kontrolle des Halters und kann daher in vielerlei Hinsicht zu einer Gefahr werden. Gezieltes Anti-Jagd-Training ist hier der richtige Weg und sorgt dafür, dass der Hund seinem Menschen gehorcht und nicht einfach seiner Jagdlust nachgibt.

Selbst jagdlich geführte Hunde dürfen nicht nach Belieben jagen, sondern müssen sich ihrem Halter unterordnen und dürfen nur auf dessen Kommando hin aktiv werden. Im normalen Alltag ist Jagdverhalten fehl am Platze und daher zu vermeiden.

An vielen Hundeschulen gibt es deshalb spezielle Kurse, die sich dem Anti-Jagd-Training widmen. Ein solcher Kurs setzt typischerweise auf die folgenden Elemente:

  • Grundgehorsam
  • Bindungsarbeit
  • Rückruf-Training
  • Impulskontrolle

Welche Grenzen gibt es beim Anti-Jagd-Training?

Mit intensivem Hundetraining und viel Konsequenz kann man viel erreichen und seinem Hund durchaus das Jagen abgewöhnen. Der innere Jagdtrieb bleibt aber vielfach vorhanden, der Hund unterdrückt ihn lediglich seinem Menschen zuliebe.

Insbesondere bei Jagdhunden gelingt dies allerdings nicht immer. Man sollte also stets auf die jeweilige Hunderasse Rücksicht nehmen und bedenken, dass für viele Hunde das Jagen zum Glücklichsein dazugehört.

Dem sollte man als verantwortungsvoller Hundehalter Rechnung tragen und zumindest Alternativen bieten. Hier gibt es beispielsweise die folgenden Optionen:

  • Apportieren
  • Mantrailing
  • Reizangel-Training

Welche Hunderassen haben einen wenig ausgeprägten Jagdtrieb?

Bei ausgesprochenen Jagdhunderassen kann ein Anti-Jagd-Training zwar Anwendung finden, wird dem Wesen des Hundes aber nicht gerecht, schließlich wurde die Hunderasse zur Jagd gezüchtet.

Es kann nicht Sinn und Zweck der Sache sein, sich einen Jagdhund anzuschaffen, um dann von ihm zu verlangen, den angeborenen und angezüchteten Jagdtrieb zu unterdrücken. Wer einen Hund nicht jagdlich führen möchte, kann viele Probleme vermeiden, indem er sich für eine Hunderasse mit wenig Jagdtrieb entscheidet.

Zuweilen kommt es dann erst gar nicht dazu, dass der Hund das Jagen für sich entdeckt. Hier sind beispielsweise die folgenden Hunderassen empfehlenswert, die als leicht erziehbar gelten und keinen ausgeprägten Jagdtrieb aufweisen:

  • Golden Retriever
  • Malteser
  • Collie
  • Mops
  • Französische Bulldogge

Einzelne Exemplare können zwar durchaus Jagdtrieb zeigen, aber in der Regel ist ein grundlegendes Anti-Jagd-Training dann ausreichend, so dass man keine lange Odyssee befürchten muss.

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